Streaming-Konzert „End of Lights“ im Schiffshebewerk Henrichenburg – am Sonntag, 7.2. ab 18.30 Uhr live mit den Bands „Pele Caster“ und „Skittle Alley“.
Organisiert wird das Konzert von Azubis der Veranstaltungstechnik-Branche aus der Region. Da wegen der aktuellen Corona-Pandemie zurzeit keine Events stattfinden, bei denen sie etwas lernen könnten, haben sie sich zusammengeschlossen, um selber etwas auf die Beine zu stellen. Sie nennen ihre Aktion „End of Lights – Ohne uns wird es dunkel“, und wollen so auf die prekäre Lage der Veranstaltungsbranche aufmerksam machen. Das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg möchte den engagierten Nachwuchskräften eine Gelegenheit bieten, ihr Können zu beweisen.
Die Bands spielen vor der Kulisse des Schiffshebewerks mit Kopfhörern, ohne Verstärkung durch Boxen. Das Konzert wird ab 18.30 Uhr live ins Internet gestreamt. In der Pause (ab ca. 19.10 Uhr) gibt es eine Talkrunde zur Situation der Veranstaltungsbranche. Zu den Teilnehmern der Gesprächsrunde gehört Dirk Wöhler vom Bundesverband Diskjockey e.V. (BVD). Die Moderation übernimmt der Berliner Youtuber Nico Deutschland. Nach dem Konzert wird das Hebewerk illuminiert und mit einer Licht-Show in Szene gesetzt. Den Live-Stream des Konzerts und der Licht-Show können Interessierte auf der Facebook-Seite „End of Lights“ (https://fb.me/e/OF2JsVJw) und auf den Facebook- und Youtube-Kanälen der beiden Bands verfolgen.

Früchte des Zorns – auf die Bühne gebracht von Regisseur Rafeal Sanchez und mit der Kamera in die Welt übertragen. Das bietet das Schauspiel Köln am Sonntag, 20. Dezember um 16.00. Es ist  ein Stoff der Stunde, der die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftskrise, Migrationsbewegung und Klimawandel aufdeckt.  Vorstellung live über www.schauspiel.koeln -anmelden und für das zahlen, was geht: alles ab 1 Euro.

Weitere Termine: Sonntag, 27. Dezember, 17.00 Uhr : Schwarzwasser. Regie Stefan Bachmann. Donnerstags, 31. Dezember und Freitag, 1. Januar: Dinner for One? Stefko Hanushevsky erzählt!

Mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn lädt das Kölner Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Poppen unsere Gäste zu einem Konzert in die Philharmonie ein: „Kompnierte Emotionen“. Und dann ab Ende Oktober Komik und Kabarett im Rahmen des Kölner Comedy Festivals. Wir freuen uns über Karten für viele hochkarätige Bühnenprogramme.

Special Edition vom 1. bis 9. Mai 2020: Das Berliner Theatertreffen findet erstmals im virtuellen Raum statt. Gezeigt werden sechs Inszenierungen als Mitschnitte on Demand für jeweils 24 Stunden. Live-Nachgespräche mit Produktionsbeteiligten und dem Publikum geben Gelegenheit zum Austausch. Alle Videoinhalte von „Theatertreffen virtuell“ werden direkt auf der Seite https://www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/on-demand/tt-virtuell.html neben der jeweiligen Veranstaltung gezeigt.  Das Theatertreffen der Berliner Festspiele zeigt jedes Jahr die zehn bemerkenswerten Theaterinszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum. Die beste Produktion wird mit dem Theaterpreis der Berliner Festspiele ausgezeichnet.

 

Jetzt ist es amtlich: alle bisher geplanten Veranstaltungen der Bühnen Köln sind abgesagt. Dazu gehören Tanzveranstaltungen, die Vorstellungen des Schauspiels und der Oper. Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann sagt dazu: »Für mich als Theatermacher ist die Absage einer Vorstellung grundsätzlich die letzte aller Möglichkeiten. …Durch die Entscheidung haben wir aber auch etwas Planungssicherheit gewonnen und nutzen die nächsten Wochen, um unterschiedliche Konzepte zu entwickeln, wie wir unter Einhaltung eventueller Sicherheitsmaßnahmen einen Spielbetrieb mit Beginn der Spielzeit 2020/21 vornehmen können. Bis dahin bleiben die Bühnen weiter präsent mit einem Online-Programm. Dazu gehören Online-Streams ausgewählter Inszenierungen, exklusives Videomaterial und vieles mehr.

Das Theater am Sachsenring musste zum Jahresende schließen. Das kleine private Theater ist seit dem Start der Kulturliste unser Partner und hat unsere Gäste regelmäßig zu den Vorstellungen eingeladen. Dafür auch an dieser Stelle ganz herzlichen Dank.

Das Theater am Sachsenring hat über 30 Jahre mit eigenen Produktionen zur Vielfalt der Theaterlandschaft in Köln beigetragen. Seit 2005 gibt es keine finanzielle Unterstützung mehr durch das Kulturamt der Stadt Köln, zuletzt wurde auch – so die Theraterleitung – die Förderung einzelner Stücke nicht mehr bewilligt. Jetzt ist das Geld alle.

Wir danken den SchauspielerInnen und vor allem der Theaterleitung, Hannelore Honnen und Joe Knipp, für die vielen Theatererlebnisse für unsere Gäste.

Und vielleicht geht es ja an anderer Stelle doch noch weiter…..

Seit Juni kooperiert das Theater im Bauturm mit der Kulturliste Köln. Es wurden bereits mehr als 100 Karten an unsere Gäste vermittelt. Die Zusammenarbeit ist also schon nach wenigen Monaten ein Erfolg: das ist Anlass genug, das Theater im Bauturm als unseren Kulturpartner des Monats vorzustellen.

Bereits seit über drei Jahrzehnten gehört das Theater im Bauturm zur festen Adresse auf der Aachener Straße in der Kölner Innenstadt. Seinen Namen verdankt es dem Gebäude, in dem es seit seiner Gründung 1983 spielt.  Es gehörte der Architekten- und Ingenieurgemeinschaft „Bauturm“. Das freie Theater bringt modernes Sprechtheater mit politischem Anspruch auf die Bühne. In dem aktuellen Spielplan steht beispielsweise das Stück „Kongo! Eine Postkolonie“ auf dem Programm. Es thematisiert die Kolonialverbrechen der Vergangenheit mit Blick auf das stets kritische Verhältnis zwischen Europa und der Region.

Aber nicht nur auf der Bühne werden gesellschaftlich und politisch kontroverse Fragen aufgegriffen. Auch als kulturelle Institution positioniert sich das Theater entsprechend: „Kultur ist kein Elitenprojekt, sondern ein zentrales Phänomen des menschlichen Umgangs mit der Welt. Der universelle Zugriff auf Kunst ist wichtig, damit sie nicht allein zum Statussymbol eines zahlungsfähigen Publikums wird. Gleichzeitig müssen finanzielle Rahmenbedingungen eingehalten werden, um Kunstschaffende angemessen zu entlohnen.“, erklärt der Dramaturg René Michaelsen.

Hierin liegt für ihn auch die Motivation für die Zusammenarbeit mit der Kulturliste. „Um diesem Zwiespalt zu entgehen, sind Initiativen wie die Kulturliste absolut essentiell. Die Kulturliste bietet eine einzigartige Gelegenheit, um soziale Schwellen abzubauen und zur Vielfalt des Publikums beizutragen, von der jedes Theater nur profitieren kann.“ Dabei kommt laut Michaelsen eine Besonderheit der Kunstform des Theaters zu tragen: „Es ist ein gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem sehr verschiedene Menschen nebeneinandersitzen und durch das kollektive Erlebnis zu einer Gruppe werden können, die sich unter anderen Umständen vielleicht nicht zusammengefunden hätte.“.

In diesem Sinne profitieren die Gäste und das Theater voneinander und lassen den Theaterabend zu einem besonderen Erlebnis werden.

„Wir freuen uns über die Zuschauerinnen und Zuschauer, die über die Kulturliste in unser Theater kommen und möchten mit der Initiative gerne noch lange kooperieren!“. Das sieht die Kulturliste genauso – auf eine weiterhin erfolgreiche Kooperation!

Die Kulturliste stellt vor: Der Kulturpartner des Monats

Die Kulturliste Köln kooperiert inzwischen mit 124 Kulturpartnern, von kleinen Bühnen bis hin zu großen Veranstaltern. Dank ihrer Unterstützung konnten wir bisher rund 20.500 Plätze an unsere Gäste vermitteln. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit nehmen wir uns zum Anlass, um unsere Kulturpartner hier künftig genauer vorzustellen

Am 2. Oktober lockt die 19. Kölner Theaternacht mit 39 Spielstätten, 44 Bühnen und über 200 Vorstellungen. Mit dabei sind die städtischen Bühnen und die freien Theater .  Die Kölner Theaterkonferenz hat unsere Gäste eingeladen. Herzlichen Dank!

Als Dankeschön für den Theaterabend, den Sie als Gast der Kulturliste erlebt hat, hat uns Olga Flack diese Skizzen geschickt.

Gezeigt wurde Herero_Nama in der Regie von Nuran David Calis am Schauspiel Köln. Das Stück widmet sich dem ersten Genozid im 20. Jahrhundert, dem Völkermord in der ehemaligen deutschen Kolonie (1864-1915) Namibia. 90.000 Angehörige der Herero und Nama fielen dort der deutschen Gewaltherrschaft zum Opfer. In der deutschen Öffentlichkeit ein weitgehend unbekannter Teil deutscher Geschichte, der erst im Kontext der Diskussion zur Rückführung geraubter Kulturgüter in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erfährt.

Olga studierte freie Grafik und Malerei an der Universität Essen/ Folkwang , 2004 wurde sie mit dem Günter-Drebusch-Preis der Stadt Witten für ihre Radierungen Stadtskizzen ausgezeichnet. Sie hatte wie fast immer, auch bei ihrem Besuch am Schauspiel einen kleinen Skizzenblock dabei, in dem sie Szenen und Protagonisten festhielt:

“Für mich ist Zeichnen und Malen wie eine Art Therapie, was Seelisches. Aber die Inspiration kommt nur durch echte Musik und wie gestern solche tollen Stunden… Die Schauspieler waren ausdrucksstark. Die Kulissen einfach Klasse! Das Thema – unschlagbar! Letztendlich sind wir alle eine Menschheitsfamilie wie Daniele Ganser sagt und das Geld ist nicht alles, sondern man muss mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Ein tolles Stück war das.“

Der Besuch im Schauspiel war für Olga, die seit Anfang 2019 Gast der Kulturliste ist, der erste Theaterbesuch seit längerer Zeit:

Mein viertes Kind ist nun 5 und nun kann man etwas entspannter zeichnen als vorher: … Ich selbst war verwundert wie gut es klappte, da ich schon seit langem nicht im Theater war und eben kein Kind dabei war, worauf man aufpassen muss.“

Berührt von den Skizzen zeigte sich Regisseur Calis, der die Figuren und ihre Position im schutzlosen Raum hervorhebt, „sehr starke, sehr traurige Figuren“, „fragil und zerbrechlich gezeichnet“, „ungeschützt wie das Leben“.

Die ungewöhnliche künstlerische Inspiration, die von diesem Theaterabend ausging, hat uns sehr beeindruckt. Die gesellschaftliche Debatte um die koloniale Vergangenheit Deutschlands wird weitergehen. Herero_Nama liefert dazu einen wichtigen Beitrag. Wir freuen uns, dass unsere Gäste daran teilhaben können.

Die nächsten Vorführungen von Herero_Nama am Schauspiel Köln/Depot 2 finden statt am 29.6.2019 sowie am 9.7.2019, jeweils um 20 Uhr.

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Das Orangerie Theater hat seine Bühne freigemacht für den ersten Kulturlistentag! Am 14. März trafen sich Gäste, MitarbeiterInnen und Freunde der Kulturliste mit dem Theaterpublikum, um sich das Stück „SHIT ISLAND – ein postkolonialer Südseetraum“ anzuschauen und im Anschluss über die Arbeit der Kulturliste Köln zu sprechen. Bei Sekt und Orangensaft gab es Informationen rund um den Verein. Es wurde über das spannende Theaterstück und die dadurch angeregten Themen Tourismus, den Kampf um Bodenschätze und Kolonialpolitik diskutiert. Das Team der Kulturliste kam zudem mit Gästen und Theaterleuten ins Gespräch.

Kultur schafft eben neue Perspektiven und verbindet – die größte Motivation für die Arbeit der Kulturliste!

Gastgeber dieses schönen und eindrucksvollen Abends war der langjährige und großzügige Kulturpartner der Kulturliste, das Orangerie-Theater. Das Theaterhaus befindet sich im Volksgarten der Kölner Südstadt. Das Gebäude und das umliegende Gelände haben einen interessanten Wandel hinter sich. Zur Zeit des preußischen Kölns wurde es als Festungsbauwerk errichtet, anschließend befand sich dort eine städtische Gärtnerei. 1990 gründete ein Künstlerkollektiv in den Räumen das Theater, dabei bezieht sich der Name „Orangerie“ auf die Orangenbäume, die in dem Gebäude überwintert haben.

Das Theater bietet Produktionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance und Cross-Over an. Zudem finden dort Festivals wie das africologneFESTIVAL statt. Es treffen Geschichte und innovative Inszenierungsmethoden aufeinander, die einen besonderen Theaterbesuch versprechen.

Danke an das Orangerie-Theater und an alle, die an dem Abend dabei waren. Wir freuen uns schon auf den nächsten Kulturlistentag.